Alle anderen sind Anfang Juli in die Ferien gestartet – mit Eltern, Oma und Opa, schließlich sind ja Ferien angesagt.
Doch für die Athleten des Sandersdorfer Kanu-Verein e.V. ging es erst einmal, nach langer
Vorbereitung, zu den Deutschen Meisterschaften im Stand Up Paddling, nach Erfurt.
In der Zwischenzeit bereitete sich Jonas Prehl auf die Europameisterschaft der U23, im
Bundesleistungsstützpunkt in Kienbaum, vor. Viel Training stand in den drei kommenden Wochen auf dem Plan von Jonas. Aber schön der Reihe nach.
An der Förstergrube bereiteten sich im Zusatztraining die Sandersdorfer Schützlinge ebenfalls auf eine Meisterschaft vor. Die Deutsche Meisterschaft im Stand Up Paddling. So packten sie Anfang Juli gut vorbereitet ihre Paddelboards und das Wettkampf-Equipment in die Transporter und fuhren zur Deutschen Meisterschaft, mit guter Laune und viel Willenskraft.
Es werden die Sprintstrecken von 200 m mehrfach durchpaddelt bis der Sieger feststeht. Anschließend folgt noch ein Technikparkur. Hierbei müssen die Boards schnell um eine große Boje gedreht bzw. gewendet werden. Dazu benötigt man sehr viel Geschicklichkeit und muss auch schnell auf dem Board hin und her laufen können, um mit der richtigen Drehung gut um die Wendeboje zu kommen. Dabei können sich durchaus aus Sportlerinnen bzw. Sportler berühren und ins Wasser fallen. So geschah es auch Taliha aus unserem Verein. Sie ist zwar nicht durch die Berührung bei einer Wende ins Wasser gefallen, ihr machte der starke Wind an einer Insel zu schaffen. Doch ihre Sportkameradin Mia kam ihr gleich zur Hilfe, so dass beide weiter um die Medaillen mitkämpfen konnten.
Nach Sprint und Technikschleife folgte am Sonntag noch die Lange Strecke über 4 000 m. Auch diese Strecke wurde von unseren Sportlerinnen und Sportlern mit Bravur gemeistert, so dass am Ende der Meisterschaft und am Anfang der Ferien die Förstergrubenschützlinge mit vielen Medaillen heimkehrten.
Zeitgleich bereitete sich unser Jonas Prehl, gerade mal 16 Jahre alt, immer noch auf die U23 Europameisterschaft in Kienbaum vor. 4 – 5 Trainingseinheiten pro Tag keine Seltenheit. Einer-, Zweier- und Vierer-Canadier müssen trainiert werden, wenn man zu Europas Spitze gehören will. Dazu kommt noch, dass er im Zweier mit seinem Spannemann auf einer Seite paddelt. Normalerweise paddelt einer rechts und einer links. Auch für Jonas verflogen die Tage im Bundesleistungszentrum wie im Fluge. Dann endlich ging es auf nach Szeged.
Jonas, als fast Jüngster, paddelte gegen 18-jährige junge Männer. Der Zweier-Canadier lief gut, könnte aber noch besser sein, so Jonas selbst. Im A-Finale paddelten sie auf Platz 5, mit Blick nach vorn. Im Einer-Canadier war Jonas im B-Finale. Mit Wut im Bauch gewann er diesen Lauf. Anschließend, mit nicht nur Wut im Bauch, sondern angestachelt davon,
noch keine Medaille gewonnen zu haben paddelten Sie im Vierer-Canadier, dem Grau-Grünen Boot, an den Start. Als der Startschuh fiel, schoss das schmale, lange Boot, wie ein Pfeil allen davon. Nach 250m schien es eine klare Sachen zu werden. Trotz tollem Endspurt wurde es noch einmal eng. Ein Zielsprung, ein Zielton und es war vollbracht. Jonas mit seiner Mannschaft und er auf Schlag. Sie sind Europameister. Bei der Deutschen Siegeshymne standen den zwei Jungen und den zwei Mädchen die Tränen in den Augen.
Es ist einfach Klasse, solch hervorragende Sportler, wie unsere Sandersdorfer Kanuten, trainieren zu dürfen und gemeinsam solche tollen Sieger in unseren Reihen zu haben.
Wenn Ihr Sprössling jetzt Lust verspüren sollte auf solche hervorragende Leistungen, dann
kommen Sie einfach Montags zum Probetraining ab 16 Uhr vorbei.
Mit sportlichem Gruß
Ihre Sandersdorfer Kanuten